Landkreis beginnt mit Revitalisierung der Schlochter Bäke

Bei der Vertragsunterzeichnung im Kreishaus: (sitzend v.l.) Simon Kollhoff (Geschäftsführer Hase-Wasseracht), Landrat Tobias Gerdesmeyer, Dr. Niels Gepp (Hase-Auenverein) und Josef Wernke (Verbandsvorsteher Hase-Auenverein); stehend: Hendrik Scheele (Landkreis Vechta), Kreisrat Dr. Benedikt Beckermann, Kreisnaturschutzbeauftragte Christiane Lehmkuhl, Winfried Stuntebeck (Landkreis Vechta), Björg Dewert (GeDFschäftsführerin Hase-Auenverein) und Florian Runge (Verbandsingenieur). Foto: Landkreis Vechta/Steinkamp
Der Landkreis Vechta startet gemeinsam mit dem „Verein zur Revitalisierung der Haseauen“ und der Hase-Wasseracht ein großes Renaturierungsprojekt an der Schlochter Bäke in Lutten. Die entsprechende Ausführungsvereinbarung ist jetzt im Kreishaus unterzeichnet worden.
Konkret geht es um eine 2,3 Hektar große Fläche südlich des Herrenholzes, die der Landkreis Vechta 2023 für 300.000 Euro erworben hat. Hier sollen unter anderem Sekundärauen angelegt werden, die als Überschwemmungsräume zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Heimat bieten. Zu den Zielarten gehören insbesondere Libellen und Köcherfliegen. Zudem werden Stillgewässer angelegt, eine Wallhecke hergestellt und eine Erdkuppe mit Steilwand gebaut. Solche Steilwände dienen beispielsweise Eisvögeln als Niststandort. Die restlichen Grünflächen sind für die extensive Grundlandnutzung vorgesehen. Ein weiterer Schwerpunkt sind sogenannte „Instream-Maßnahmen“, mit dem die natürliche Beschaffenheit der Schlochter Bäke als Fließgewässer wiederhergestellt wird.
„Das besondere an dem Projekt ist, dass es sich nicht um eine reine Kompensationsverpflichtung handelt, sondern ein zusätzlicher Beitrag für die Artenvielfalt in unserem Landkreis ist“, erklärt Landrat Tobias Gerdesmeyer. Es schließe sich an eine ganze Reihe von Vorhaben für die Renaturierung und Revitalisierung von Gewässern im Landkreis an, etwa am Spredaer Bach oder am Bakumer Bach. „Damit leisten wir einen weiteren spürbaren Beitrag zum Naturschutz und zur Biodiversität in unserer Heimat.“ Durch den Auenverein und die Hase-Wasseracht habe man für die Maßnahme ausgewiesene Experten gewonnen. Zusätzlich unterstützt Christiane Lehmkuhl als eine von drei Kreisnaturschutzbeauftragten das Projekt.
Am Vorhaben beteiligt ist auch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Er hat den Kauf der Fläche mit 270.000 Euro aus dem Fördertop Fließgewässerrenaturierung unterstützt. Der Beginn der Maßnahme ist für kommendes Jahr geplant.
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