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Fachtag im Landkreis Vechta stärkt Versorgung bei postpartaler Depression

Fachtag im Landkreis Vechta stärkt Versorgung bei postpartaler Depression

(v.l.n.r.): Erster Kreisrat Hartmut Heinen, Sandra Guhe (Leiterin Gesundheitsamt), Janina Sieveke (Koordinatorin Hebammenzentrale), Joke Bader (Referentin sowie Beraterin im Sozialpsychiatrischen Dienst), Laura Pawel (Referentin sowie Beraterin im Sozialpsychiatrischen Dienst), Prof. Dr. Dunja Hinze-Selch (Referentin sowie Honorarärztin des sozialpsychiatrischen Dienstes) und Bernadett Hermes (Beraterin bei donum vitae Vechta e.V.). Foto: Landkreis Vechta/Dorgelo

Der Landkreis Vechta setzt ein deutliches Zeichen für die Gesundheit von Müttern und ihren Familien: Mitte April 2026 fand unter Federführung der Hebammenzentrale des Gesundheitsamtes ein Fachtag zum Thema „Postpartale Depression – Versorgung im Landkreis Vechta“ statt. Das Ziel der Veranstaltung lag darin, das sensible Thema der psychischen Belastung nach der Geburt konsequent aus der Tabuzone zu holen und die fachübergreifende Zusammenarbeit im Kreisgebiet weiter zu festigen. Dass das Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist, unterstrich die beachtliche Teilnehmerzahl: Über 40 Fachpersonen – darunter Hebammen, Sozialpädagoginnen, Ärztinnen, Psychotherapeuten sowie Mitarbeitende von Schwangerenberatungsstellen – nutzten den Nachmittag für einen intensiven Wissens- und Erfahrungsaustausch, um die Versorgungsstrukturen vor Ort passgenau zu optimieren.

Um eine bestmögliche Unterstützung für betroffene Frauen zu gewährleisten, ist ein engmaschiges Netzwerk verschiedener Professionen unerlässlich. Das Programm bot hierfür fundierte Impulse aus der medizinischen und beratenden Praxis. Zu den Referentinnen zählten Frau Prof. Dr. Dunja Hinze-Selch, Honorarärztin des Landkreises Vechta, sowie Laura Pawel und Joke Bader aus dem Sozialpsychiatrischen Dienst (SPD) des Landkreises. Ergänzt wurde das Fachexpertenteam durch Bernadett Hermes von donum vitae e.V. Vechta, die einen Einblick in die zentrale Arbeit der Schwangerenberatung gab.

Der Erste Kreisrat Hartmut Heinen betonte im Rahmen des Fachtags die tragende Rolle der lokalen Vernetzung für die betroffenen Familien: „Es ist essenziell, dass Mütter mit einer postpartalen Depression nicht allein gelassen werden. Unser Ziel ist es, diese Erkrankung aus der Tabuzone zu holen und eine Infrastruktur zu bieten, die schnell und unbürokratisch hilft. Die hohe Beteiligung beim Fachtag zeigt eindrucksvoll: Wir haben im Landkreis Vechta ein eng verbundenes Netzwerk an Experten, das genau diese Verantwortung übernimmt. Nur durch dieses enge Zusammenspiel zwischen Hebammen, Medizinern und Beratungsstellen können wir den betroffenen Familien die Unterstützung garantieren, die sie in dieser herausfordernden Zeit brauchen.“

Die Hebammenzentrale des Landkreises Vechta steht für Rückfragen sowie Informationen rund um die Vernetzung zur Verfügung. Koordinatorin Janina Sieveke ist telefonisch unter 04441/898-2204 oder per E-Mail an 2204(at)landkreis-vechta.de erreichbar. Weitere Informationen und Angebote finden sich zudem unter www.hebammen-landkreis-vechta.de.

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