/user_upload/Kopfbild-v.jpg

Drei Projekte erhalten den Umweltpreis 2026 des Landkreises Vechta

Drei Projekte erhalten den Umweltpreis 2026 des Landkreises Vechta

Landrat Tobias Gerdesmeyer und Bürgermeister der Stadt Vechta Kristian Kater überreichen die Preise an die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Umweltpreises 2026 sowie an die Gewinnerklassen der Schul-Challenge der Stadt Vechta. Fotos: ©Landkreis Vechta/Beckmann

Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung in der Europahalle des Gymnasiums Antonianum in Vechta ist am 20. März 2026 die Umweltwoche im Landkreis Vechta zu Ende gegangen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Umweltpreises 2026, mit dem herausragendes Engagement im Natur- und Umweltschutz gewürdigt wird, sowie die Auslosung der Gewinnerklassen der Schul-Challenge, die von der Stadt Vechta als diesjährige Kooperationspartnerin erstmalig initiiert wurde.

Landrat Tobias Gerdesmeyer und Bürgermeister der Stadt Vechta Kristian Kater überreichten den Gewinnerinnen und Gewinnern Urkunde, Blumenstrauß sowie Scheck und dankten ihnen für ihr Engagement im Umweltschutz. „Sie alle sind ein Beispiel dafür, wie gelebter und gelungener Umwelt- und Naturschutz vor Ort aussehen kann“, so Landrat Gerdesmeyer. „Ihr vielfältiges Engagement zeigt, dass die Themen Umweltschutz, nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen und die Herausforderungen des Klimawandels alle Lebensbereiche betrifft und sollte somit Ansporn für uns alle sein.“

Der erste Platz mit einem Preisgeld von 1.500 Euro ging an die Elisabethschule Vechta für ihr langjähriges Projekt „Schulwald“. Seit über zehn Jahren engagieren sich Schülerinnen und Schüler aktiv für Klima- und Naturschutz und haben bereits mehrere tausend Bäume gepflanzt. Ziel ist es, ökologische Zusammenhänge praxisnah zu vermitteln, nachhaltiges Handeln zu fördern und einen konkreten Beitrag zum Klima- und Artenschutz zu leisten.

Zwei weitere Auszeichnungen, jeweils mit 500 Euro dotiert, wurden ebenfalls vergeben: Der Kindergarten St. Raphael in Visbek wurde für sein Projekt zur Verbindung von Natur und Religion ausgezeichnet, bei dem Kinder durch Pflanzaktionen und Umweltbildung für ökologische Zusammenhänge sensibilisiert werden. Ein weiterer Preis ging an Katrin Kröger und Verena Pohlmann von dem Verein Naturerlebnis Holdorf e.V. für die Anlage eines sogenannten Hortus-Gartens am Naturlehrpfad in Holdorf. Das Projekt fördert die Artenvielfalt und wurde mit großem ehrenamtlichem Engagement umgesetzt.

Die Entscheidung über die Preisträger hatte eine Jury aus Landrat Tobias Gerdesmeyer, Bürgermeister der Stadt Vechta Kristian Kater, Alexander Kunz (Klimaschutzmanager der Stadt Vechta), Josef Taphorn (Kreisnaturschutzbeauftragter), Helmut Schlarmann (Sachgebietsleiter Umwelt- und Naturschutz des Landkreises Vechta) sowie Dr. Matthias Galle (Koordinierung Klimaschutz des Landkreises Vechta) getroffen.

Insgesamt zeigt der Umweltpreis 2026 erneut das starke Engagement von Schulen, Vereinen und Initiativen für den Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Vechta.

Die Premiere der Schul-Challenge entwickelte sich gleich zum Hit der Umweltwoche. 30 Klassen bzw. komplette Jahrgänge aus Vechta beteiligten sich mit unterschiedlichen Projekten für den Klima- und Umweltschutz. Damit machten bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler mit. „Damit haben wir unser Ziel, insbesondere viele Kinder und Jugendliche für die Teilnahme an der Umweltwoche zu begeistern, erreicht“, freute sich Bürgermeister Kristian Kater. „Es war gut, dass wir kein Wettbewerbsthema vorgegeben haben. Dadurch hatten wir eine große Vielfalt an Projekten.“

Als Siegerinnen und Sieger ausgelost wurden bei der Abschlussveranstaltung die Klasse 4d der Christophorus-Schule und die Projektgruppe 3 des 6. Jahrgangs an der Liebfrauenschule. Sie gewannen eine Fahrt zum Klimahaus nach Bremerhaven. Die 4d hatte mit dem Naturschutzbund zusammen Nistkästen im Hochzeitswald in Vechta aufgehängt. Die Schülerinnen der Liebfrauenschule hatten getragene Kleidung und Accessoires kreativ aufgewertet und so wiederverwendbar gemacht, anstatt sie wegzuwerfen.

Am Antonianum hatten die teilnehmenden Klassen Puzzleteile gestaltet, auf denen sie darstellten, was sie im Alltag zum Klima- und Umweltschutz beitragen können. Die einzelnen Puzzleteile ergaben ein Gesamtbild, das eindrucksvoll zeigte, wie viele Möglichkeiten es gibt. Andere Klassen fertigten Notizbücher aus Fehldrucken, damit Papier wiederverwendet und nicht in großen Mengen unnötig weggeworfen wird. Sie sammelten Müll, bauten Insektenhotels, gestalteten Kunst aus Müll und entwickelten Projekte wie „Autofrei zur Schule“.

„Die Kinder und Jugendlichen haben sich viele Gedanken gemacht und waren sehr einfallsreich. Ich bin mir sicher, dass viele die Impulse und Ideen mitnehmen und vielleicht auch an andere weitergeben. Damit ist die Umweltwoche selbst ein nachhaltiges Projekt“, sagte Vechtas Klimaschutzmanager Alexander Kunz. Er hatte zusammen mit einigen Partnern eine ganze Reihe an Aktionen für alle Altersklassen auf die Beine gestellt (siehe auch www.vechta.de/umweltwoche).

zurück zur Übersicht


 
Facebook Instagram