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Bildung auf Basis empirischer Daten

Bildung auf Basis empirischer Daten

(v.l.n.r.): Dagmar Röben-Guhr (Leiterin des Amtes für Schule, Bildung und Kultur), Julian Kolley (Bildungskoordinator der Bildungsregion Vechta), Jasmin Troeger (Bildungskoordinatorin der Bildungskommune), Erster Kreisrat Hartmut Heinen, Dr. Ann-Kathrin Kobelt (Bildungskoordinatorin der Bildungskommune), Dr. Dominik Becker (Referent) sowie Tolga Tarhanli (Bildungskoordinator für Neuzugewanderte). Foto: Landkreis Vechta/Beckmann

„Starke Argumente für Individualität und Wirtschaftlichkeit“ – das ist der Anspruch, mit dem der Landkreis Vechta seine Bildungslandschaft zukunftssicher macht. Um diesen Anspruch in die Tat umzusetzen, kamen Anfang Mai 2026 im Kreishaus Vechta 20 Expertinnen und Experten aus dem gesamten kommunalen Bildungssektor zusammen. Im Rahmen des Projektes „Bildungskommune“ und dem Ziel Fachkräftesicherung widmeten sie sich einer zentralen Zukunftsaufgabe: der Frage, wie datenbasiertes Monitoring dazu beitragen kann, Bildungschancen für jeden Einzelnen nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig Ressourcen effizient einzusetzen.

Nachdem Dr. Ann-Kathrin Kobelt mit einer inhaltlichen Einführung in das Bildungsmonitoring vor Ort die Basis legte, sorgte Dr. Dominik Becker von der Europa-Universität Flensburg und dem Bundesinstitut für Berufsbildung für einen richtungsweisenden Impuls. Er verdeutlichte in seinem Vortrag, wie stark individuelle Werte, Einstellungen und die („eigene“ kann m. E. weg) Persönlichkeit mit dem Erfolg auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt verknüpft sind. Damit betonte er sozial- sowie bildungswissenschaftliche Komponenten, die in der kommunalen Bildungsplanung oft unterschätzt werden, aber entscheidend für die Datenarbeit und eine bedarfsgerechte Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger sind.

In der anschließenden Arbeitsphase, die durch die vier Bildungskoordinatorinnen und Bildungskoordinatoren des Landkreises moderiert wurde, übersetzten die Teilnehmenden den theoretischen Input in die Praxis. In intensiven Diskussionsimpulsen tauschten sie sich darüber aus, wie empirische Bildungsdaten künftig nicht nur erhoben, sondern auch sinnvoll dargestellt und genutzt werden können. Themen wie die Bildungswege neuzugewanderter Menschen, effiziente Bildungsübergänge und die Förderung des lebenslangen Lernens standen dabei im Fokus.

Für den Landkreis Vechta markiert dieser Workshop einen wichtigen Meilenstein. Die gewonnenen Erkenntnisse werden aktuell ausgewertet und bilden das Fundament für die strategische Ausrichtung des Bildungsmonitorings. Für die Menschen in der Region bedeutet dies konkret: Die Bildungsangebote werden künftig noch zielgenauer auf den tatsächlichen Bedarf zugeschnitten. Der Landkreis setzt damit auf eine evidenzbasierte Bildungspolitik, die den Einzelnen in den Mittelpunkt stellt, Chancen sowie Herausforderungen sichtbar macht und durch eine kluge Steuerung der Ressourcen langfristig effiziente und gerechte Bildungswege ermöglicht.

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