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Bildungsbüro

Das Bildungsbüro des Landkreises Vechta ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Bildung und lebenslanges Lernen in unserer Region. Es arbeitet daran, die Bildungsangebote im Landkreis zu koordinieren, zu vernetzen und kontinuierlich zu verbessern, um jeder Bürgerin und jedem Bürger den Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen.

Bildung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Ziel ist es, Bildungschancen für alle Menschen in unserem Landkreis zu fördern – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Bildungswege sollen transparent gemacht und Bildungsangebote so gestalten werden, dass sie den Bedürfnissen und Interessen der Menschen vor Ort entsprechen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Unternehmen, sozialen Organisationen und anderen wichtigen Akteuren in der Region ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung der Bildungslandschaft im Landkreis Vechta.

Im Bildungsbüro sind unter anderem die Aufgaben der Bildungskommune, der Bildungsregion, des Bildungsfonds, die Koordination für Sprachförderung und die Bildungskoordination für Neuzugewanderte angesiedelt.

Bildungskommune

Das Projekt „Bildung im Strukturwandel im Landkreis Vechta" wird im Rahmen des Programms „Bildungskommune" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Das Schwerpunktthema der Bildungskommune Landkreis Vechta ist Fachkräftesicherung/Bildung im Strukturwandel (FaBiS). Das Projekt Bildungskommune hat eine Laufzeit von insgesamt vier Jahren. Es startete am 1. Dezember 2023 mit der Anstellung der beiden Bildungskoordinatorinnen für die Aufgabenbereiche des Bildungsmonitorings und des  Bildungsmanagements. Das Projekt endet am 30. November 2027.

Das Projekt zur Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Landkreis Vechta zielt auf die Etablierung eines umfassenden Bildungsmonitorings und eines kommunalen Datenmanagements ab. Das Monitoring hilft dabei, Handlungsbedarfe sichtbar zu machen und bestehende Maßnahmen zu evaluieren, um diese gezielt weiterzuentwickeln. Ziel ist es, eine zukunftsfähige und nachhaltige Bildungslandschaft zu schaffen, indem Daten systematisch erfasst, analysiert und zur Optimierung von Bildungsangeboten genutzt werden. 

Zusätzlich soll eine analog-digital vernetzte Bildungslandschaft entstehen, die die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den Bildungsakteuren erleichtert. Grundlage hierfür ist die Entwicklung eines gemeinsamen Leitbildes, das übergreifende Ziele definiert, bestehende Strukturen stärkt und bedarfsgerechte Weiterentwicklung ermöglichen soll. 

Ein zentrales Element dieser Bildungslandschaft ist ein Bildungsportal als gemeinsame Informationsplattform. Es bündelt Bildungsangebote, macht diese transparent und leicht zugänglich und unterstützt die Vernetzung der Akteure. Bürgerinnen und Bürger erhalten einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen über Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten entlang der gesamten Bildungsbiografie. Durch die Verknüpfung analoger und digitaler Angebote wird lebenslanges Lernen gefördert und die Sichtbarkeit vorhandener Bildungsressourcen erhöht. Gleichzeitig baut das Vorhaben auf den bestehenden Strukturen des Landkreises auf und trägt dazu bei, die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität des regionalen Bildungssystems nachhaltig zu stärken.

Bildungsregion

Die wichtigste Investition in die Zukunft einer Region ist die Bildung. Der Landkreis Vechta bildet zu diesem Zweck mit dem Land Niedersachsen - als staatlich-kommunale Verantwortungsgemeinschaft für Bildung - die Bildungsregion Vechta.

Zur Homepage der Bildungsregion. 

Bildungsfonds

Der Kreistag des Landkreises Vechta hat in seiner Sitzung am 22. April 2021 die Einführung eines Bildungsfonds zum Schuljahr 2021/2022 beschlossen. Aus den Mitteln des Bildungsfonds werden

  • Projekte und Aktivitäten der außerschulischen Bildung, die den Zielen der Bildungsregion des Landkreis Vechta entsprechen, sowie Besuche außerschulischer Lernorte und

  • Bildungsangebote von Vereinen und Verbänden zur Erhöhung der Sicherheit in der Jugendarbeit gefördert.

Auch im aktuellen Schuljahr können wieder Anträge an den Bildungsfonds gestellt werden.

Sprachförderung

Gute, deutsche Sprachkenntnisse sind für viele Lebensbereiche von zentraler Bedeutung. Sie eröffnen nicht nur schulische, berufliche und soziale Chancen, sondern sind auch entscheidend für eine erfolgreiche Integration und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. 

Die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Sprachfördermaßnahmen im Rahmen des Sprachförderkonzeptes des Landkreises Vechta (Sprachförderrichtlinie) zielt darauf ab, die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern, jungen Erwachsenen und Erwachsenen zu fördern und zu stärken. 


Der Landkreis Vechta fördert in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Bildungsträgern folgende Projekte:

  • Konzipierung und Umsetzung niederschwelliger Projekte in den Kommunen des Landkreises Vechta, die zum Erwerb der deutschen Sprache beitragen sollen
  • Hausaufgabenhilfe
  • Sprachförderung in Grundschulen
  • Sprachförderung in weiterführenden Schulen
  • Sprachförderung für junge Erwachsene nach der Schulpflichterfüllung und Erwachsene
  • Fortbildung ehrenamtlicher Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sowie die Kosten für Übersetzerinnen und Übersetzer nach dem Handlungsleitfaden zur Gewinnung, Koordinierung und Förderung ehrenamtlicher Sprachmittlerinnen und Sprachmittler des Landkreises Vechta
  • Förderung von Kursen zum nachträglichen Erwerb von Hauptschulabschlüssen für Nichtschülerinnen und Nichtschüler
  • Förderung von Kursen zum nachträglichen Erwerb von Realschulabschlüssen für Nichtschülerinnen und Nichtschüler
  • Besondere Förderprojekte

Zu beachten ist, dass die Inanspruchnahme der Mittel des Landkreises Vechta subsidiär ist, d.h. Mittel Dritter (zum Beispiel EU, Bund, Land, Kommune) sind vorrangig in Anspruch zu nehmen.

Projekt „Ha-Hi“

In den letzten Jahren ist die Zahl der Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund in vielen Schulen gestiegen. Gleichzeitig stehen den Schulen häufig nicht ausreichend Lehrerkräfte zur Verfügung, um auf die spezifischen Bedürfnisse dieser SuS einzugehen. Umso wichtiger ist es, zusätzliche Hilfsangebote wie „Ha-Hi“ zu schaffen, um die Integration und Inklusion zu fördern.

Das Projekt zielt darauf ab, insbesondere Schüler und Schülerinnen, die mindestens ein Elternteil mit Migrationshintergrund haben, durch Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermittlung der deutschen Sprache.

 „Ha-Hi“ wird im Rahmen der Ganztagsbetreuung oder als Nachmittagsangebot an den Schulen durchgeführt und richtet sich an Schüler und Schülerinnen im Sekundarbereich I. Die Hilfe erfolgt durch Schülerinnen und Schüler aus höheren Jahrgangsstufen und wird individuell an die Bedürfnisse der teilnehmenden Kinder angepasst. Besonders für Schüler und Schülerinnen mit unzureichenden Deutschkenntnissen ist diese Unterstützung von großer Bedeutung.

Weitere Informationen sowie die Details zum Ablauf des Projektes erhalten Sie bei den teilnehmenden Schulen oder den zuständigen Mitarbeitenden.

Ehrenamtliche Sprachmittler/innen

Neuzugezogene Migrantinnen und Migranten haben oft geringe oder gar keine Deutschkenntnisse und befinden sich noch im Lernprozess. Sprachprobleme sollten dennoch keine Barrieren für eine angemessene Beratung, Betreuung und Behandlung sein.

Ziel des Pools ist es, die Kommunikation zwischen Einrichtungen und Personen mit mangelnden Deutschkenntnissen zu unterstützen.

Sprachmittlerinnen und Sprachmittler nehmen als ehrenamtliche unabhängige dritte Person an Gesprächen teil und unterstützen so die Kommunikation zwischen Institutionen und Personen mit mangelnden Deutschkenntnissen. Sie übersetzen das Gesagte und verpflichten sich, während der Sprachmittlung Neutralität, Unparteilichkeit und Transparenz zu wahren.

Die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler werden regelmäßig in unterschiedlichen Seminaren und Workshops wie zum Beispiel „Emotionale Abgrenzung in Gesprächen“, „Interkulturelle Sensibilisierung“ und „Sprachliche Unterstützung in speziellen Fachbereichen“ geschult und angeleitet.

Für die Einsätze erhalten Sprachmittlerinnen und Sprachmittler eine Aufwandsentschädigung.

Bei Interesse rund um die Sprachmittler Tätigkeit, können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sprachmittlerpools wenden.

Ihre Ansprechpersonen:

Amtsleitung

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Bildungskommune

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Sprachförderung

Projekt "Ha-Hi"

Ehrenamtliche Sprachmittler/innen

Bildungsregion