Gemeinsames Moorschutzprojekt: Landkreise Vechta und Osnabrück beantragen Förderung

09.07.2026
Ein Info-Symbol.

Die Landkreise Vechta und Osnabrück kommen beim Schutz des Campemoores und des Großen Moores voran. Unter dem Titel „VECHTOS“ haben die Projektpartner jetzt einen Förderantrag eingereicht. Grundlage ist die PALU-Richtlinie, mit das Klima durch die Wiedervernässung von Mooren geschützt werden soll. Moore sind wichtige Co2-Speicher. 

„Wir verbinden im insgesamt 5.100 Hektar großen Projektgebiet sowohl Moorschutz als auch die weitere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, so wie wir es im Bürgerdialog vereinbart haben. VECHTOS ist ein gutes Beispiel dafür, dass Klimaschutz am besten gemeinsam funktioniert“, erklärt Landrat Tobias Gerdesmeyer. Das Projekt ist auf 13 Jahre angelegt und hat im Falle einer Förderung ein Finanzvolumen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Vorgesehen sind fachliche Untersuchungen, Maßnahmen zur Wasserstandsanhebung und Wiedervernässung, Beratungs- und Beteiligungsangebote, Ausgleichsregelungen sowie Demonstrations- und Wissenstransferformate für nasse und angepasste Nutzung. Wesentlich ist dabei, dass alle Maßnahmen gemeinsam und einverständlich mit den Flächeneigentümern und den weiteren Akteuren vor Ort erarbeitet werden.

Die fachliche Basis ist ein Moorkataster, das im Landkreis Vechta kürzlich fertiggestellt wurde. Anhand des Katasters werden die Bereiche identifiziert, die für eine Wiedervernässung geeignet sind. Gleichzeitig können die Flächen, die seit Generationen von Landwirten genutzt werden, weiter bewirtschaftet werden – etwa als Nasswiesen, durch angepasste Grünlandnutzung oder alternative Anbaupflanzen.

Die Maßnahmen waren erstmals 2023 in einer Bürgerveranstaltung vorgestellt und diskutiert worden, an der neben der Politik auch Bewirtschafter, Flächeneigentümer und Umweltschutzverbände teilgenommen hatten. Die Ergebnisse wurden anschließend Arbeitskreis Großes Moor/Campemoor weiterentwickelt. „Uns war von Anfang an wichtig, dass die Maßnahmen freiwillig und im engen Austausch entwickelt werden. Nur so haben wir das Vorhaben zu einem Erfolg machen können. Ich hoffe, dass wir mit einer Förderzusage nun in die nächste Projektphase starten werden“, erklärt Gerdesmeyer. 

Das Campemoor liegt im Gebiet der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden im Südkreis Vechta und geht ins Große Moor auf Osnabrücker Seite über. Wenn Moorböden austrocken und sich zersetzen, emittieren sie Co2. Deshalb ist die Wiedervernässung von Moorflächen ein wichtiger Baustein, um Treibhausgase zu reduzieren.