Eine Frau die sich mit einem Mädchen abklatscht.

Vormundschaften/Pflegschaften

Was macht eigentlich ein Vormund? 

Ein Vormund ist ein vom Gericht eingesetzter gesetzlicher Vertreter oder eine Vertreterin für ein minderjähriges Kind. Er oder sie kommt ins Spiel, wenn die Eltern sich gerade nicht vollständig um die elterliche Sorge kümmern können und das Kind Schutz braucht.

Die Hauptaufgabe des Vormunds ist es, sich um das Wohlergehen des Kindes zu kümmern und dessen Wünsche zu erfüllen. Er oder sie vertritt das Kind gesetzlich, verwaltet sein Vermögen und entscheidet über wichtige Dinge wie den Wohnort.

Auch bei Umgangskontakten der Eltern mit dem Kind hat der Vormund oft ein Mitspracherecht und entscheidet über die genauen Bedingungen (wann, wo, was). Wichtig ist: Alle Entscheidungen werden zum Wohle des Kindes getroffen, meist in Abstimmung mit den Eltern und Betreuern. Als Elternteil haben Sie in der Regel ein Recht auf Informationen über Ihr Kind und können bei der Hilfeplanung aktiv mitwirken. Das Kind selbst wird – je nach Alter – ebenfalls in die Entscheidungen einbezogen.

Kleiner Unterschied: Im Gegensatz zu einem Vormund kümmert sich ein gerichtlich bestellter Pfleger beziehungsweise eine Pflegerin nur um einzelne, bestimmte Bereiche im Leben des Kindes (zum Beispiel nur um die Gesundheit), während der Vormund die gesamte Verantwortung übernimmt.

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