Studienseminar begrüßt 27 neue Lehramtsanwärter

24.08.2026
Die Anwärterinnen und Anwärter stehen auf der Treppe.
Seminarrektorin Maren Steuwer (vorne links) begrüßte gemeinsam mit der Seminarkonrektorin Claudia Gerdes (vorne rechts) die neuen Lehrkräfte am Studienseminar Vechta zu Beginn deren Vorbereitungsdienstes. Foto: Landkreis Vechta/Wehring

Zum Start des neuen Schuljahres wurden im Vechtaer Kreishaus 27 neue Lehramtsanwärterinnen und -anwärter des Studienseminars Vechta vereidigt. Für die jungen Lehrkräfte begann mit diesem feierlichen Akt der Vereidigung der sogenannte 18-monatige Vorbereitungsdienst, den sie an unterschiedlichen Schulen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg absolvieren. 19 von ihnen unterrichten an Grundschulen, die weiteren acht an Haupt- und Realschulen sowie Oberschulen der beiden Landkreise. 

Die Seminarrektorin Maren Steuwer begrüßte die jungen Lehrkräfte im großen Sitzungssaal des Kreishauses und hieß sie auch im Namen des Landrates Tobias Gerdesmeyer willkommen. Mit dem Start in diese spannende Ausbildungsphase ihrer beruflichen Laufbahn und dem Ergreifen eines der wunderbarsten Berufe der Welt übernähmen die Anwärterinnen und Anwärter die wichtige Aufgabe und Chance, Kinder und Jugendliche zu begleiten und ihnen Orientierung zu geben. „Die Schülerinnen und Schüler fördern und fordern zu können, so dass diese manchmal ungeahnte Fähigkeiten entwickeln und zu individuellen Persönlichkeiten heranreifen, ist ein Geschenk“, gab Steuwer der Gruppe von Berufseinsteigern mit auf deren Weg. Das kritische Denken der Kinder und Jugendlichen zu fördern und demokratische Werte vorzuleben seien dabei weitere zentrale Aufgaben von Lehrkräften.

Neben den Anwärtern wurde außerdem zwei Kandidaten im Anpassungslehrgang begrüßt, also Lehrkräfte, die auf Basis eines Studiums im Ausland in Zukunft in Deutschland an einer Schule arbeiten werden. Außerdem nahm ein Quereinsteiger seine berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahme am Studienseminar auf. 

Dass sowohl der Vorbereitungsdienst, der Anpassungslehrgang und auch ein Quereinstieg anspruchsvoll und anstrengend sein können, dies räumte Maren Steuwer ein. Wichtig sei es jedoch, bei allen Überlegungen, bei allem Planen und allem praktischen Tun in der Schule in dieser Zeit vor allem fehlerfreundlich mit sich umzugehen. „Diese Zeit Ihrer Ausbildung ist kein Beweis ihrer Perfektion“, betonte Steuwer. „Er ist eine Zeit des Lernens und Ausprobierens, des manchmal auch Scheiterns und Wiederaufstehen. Es ist die Zeit, sich etwas zu trauen und auch eigene Widerstände zu überwinden“, ermutigte sie die Berufseinsteiger. 

Die Anwärterinnen und Anwärter werden in den kommenden 18 Monaten sowohl an ihren Ausbildungsschulen unterrichten als auch parallel dazu innerhalb von Fach- und Pädagogikseminaren des Studienseminars praxisnah auf ihren Beruf vorbereitet. Die Fach- und Pädagogikseminarleitungen wie auch die Mentorinnen und Mentoren an den Schulen stünden an der Seite der Lehrkräfte, um sie zu unterstützen und beim beruflichen Wachsen zu begleiten, schloss Maren Steuwer.