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Glasfaserausbau durch private Unternehmen

Neben dem geförderten Glasfaserausbau, der aus rechtlichen Gründen nur in Gebieten mit unter 30 Mbit/s Internetgeschwindigkeit erfolgen kann, ist ein privatwirtschaftlicher Breitbandausbau durch  Telekommunikationsunternehmen (TKU) sehr wünschenswert und wird vom Landkreis Vechta begrüßt. Ein privatwirtschaftlicher Glasfaserausbau wird vor allem in den Ortszentren und größeren Ortslagen erfolgen, da dort am ehesten eine Wirtschaftlichkeit für TKU gegeben ist.

Wichtig zu wissen: Haushalte und Unternehmen, die bereits einen Glasfaser-Vertrag mit Vodafone geschlossen haben, bleiben grundsätzlich im Ausbaugebiet des Landkreises Vechta. Ausnahmsweise wird eine Adresse aber nicht ausgebaut, wenn der privatwirtschaftliche Ausbau den geförderten Ausbau zu unwirtschaftlich macht. Denn der Landkreis ist verpflichtet, sparsam mit Steuermitteln umzugehen. Es erfolgt dann aber auf jeden Fall eine Information durch Vodafone, dass ein Vertrag nicht zu Stande kommt. Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich gern an die Breitbandinitiative unter Telefon: 04441/898-2602.

Der Landkreis Vechta steht in Kontakt mit den TKU, um zur Kostensenkung Mitverlegungsmöglichkeiten für das eigene Glasfasernetz zu nutzen.

Wesentliche Unterschiede geförderter Glasfaserausbau - privatwirtschaftlicher Ausbau:

  • Höhere Kosten: Da der geförderte Ausbau fast ausschließlich im dünner besiedelten Aussenbereich erfolgt, sind wesentlich längere und mehr Leitungen (mit ca. 1.400 km Tiefbau), erforderlich, bei gleichzeitig weniger Kunden als in Ortszentren. Ein Kundenanschluss erfolgt auch bei großer Unwirtschaftlichkeit. Zudem bestehen Ausbauvorgaben der Fördermittelgeber (Bund und Land), welche die Kosten nach oben treiben.
  • Planungsdauer: Private Anbieter bauen komplette Gebiete aus, sobald die Entscheidung zum Ausbau feststeht. Der Landkreis muss adressbezogen prüfen, ob die Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s nicht überschritten wird. So entstehen zerstückelte, sich immer wieder ändernde Einzelgebiete und -kunden, was die Planung erheblich verlängert und verteuert.
  • Genehmigungsdauer: Da der Landkreis ein sehr großes Netz im Aussenbereich baut, sind entsprechend viele Genehmigungen anderer Behörden einzuholen und in die Planung aufzunehmen.
  • Ausbaudauer: Private Anbieter können in der Regel auf vorhandene, bereits mit Glasfaser ausgebaute Infrastruktur zurückgreifen. Der Landkreis baut hingegen ein komplett neues Netz, einschl. Leitungen, Kabelverzweigern und Technikgebäuden.
  • Bauvorbereitungszeit: Es sind für jede Ausbaustufe des Landkreises mehrere EU-Ausschreibungen erforderlich, die eine erhebliche Zeitdauer mit sich bringen. Zudem sind Förderbescheide bei Bund und Land zu stellen und die Bescheide abzuwarten.
 
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