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Öko-Kompensationen: Kommunen und Pro Natura wollen zusammenarbeiten

Öko-Kompensationen: Kommunen und Pro Natura wollen zusammenarbeiten

Schulterschluss für mehr Naturschutz: (v.l.n.r.) Bürgermeister Gerd Meyer (Visbek), Bürgermeister Tobias Averbeck (Bakum), Bürgermeister Ansgar Brockmann (Neuenkirchen-Vörden) und Landrat Herbert Winkel mit den Pro Natura-Vertretern Claudia Bausen, Heinz Hanken, Manfred Schlömer und Uli Heitmann.Foto: Landkreis Vechta/Steinkamp

Die Kommunen im Landkreis Vechta und Pro Natura e.V. haben eine gemeinsame Position zum Thema Kompensationsmaßnahmen vereinbart. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs der Naturschützer mit Landrat Herbert Winkel und den Bürgermeistern Ansgar Brockmann (Neuenkirchen-Vörden), Tobias Averbeck (Bakum) und Gerd Meyer (Visbek). Pro Natura unterstützt den Fahrplan der Kommunen, alle Kompensationen aus den Jahren 2009 und 2010 bis zum 30. Juni 2019 beim Landkreis zu melden. Sollten es noch offene Maßnahmen aus diesem Zeitraum geben, müssen diese bis Ende des Jahres aufgebarbeitet werden. Danach werden die Daten im BürgerGIS des Landkreises veröffentlicht.
 
Zugleich signalisierten die Kommunen, Pro Natura künftig in die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen einzubeziehen. „Es ist unser gemeinsames Ziel, die Zusammenarbeit von Kommunen und Pro Natura zu stärken, gerade wenn es um naturschutzfachliche Fragen geht“, erklärte Visbeks Bürgermeister Gerd Meyer. Winkel erinnerte daran, dass die Kreisverwaltung  ihre Naturschutzmaßnahmen bereits verstärkt habe, beispielsweise durch die Schaffung von ökologischen Verbundsystemen. So seien alle Biotope im Landkreis neu kartiert worden. Auf dieser Grundlage sollen Biotopverbindungen entstehen, um zusammenhängende Lebensräume für seltene und bedrohte Arten schaffen. Auch Uli Heitmann, Vorsitzender von Pro Natura, unterstrich die Bedeutung von Verbundsystemen: „Die Kommunen sollten für noch offene Kompensationen größere Flächenpools in verschiedenen Regionen des Landkreises anlegen. Diese können dann an die Verbundsysteme angeschlossen werden.“
 
Kompensationsmaßnahmen sind gesetzlich vorgeschrieben, wenn durch Bauprojekte Eingriffe in Natur und Landschaft notwendig werden. Der Landkreis Vechta und die Städte und Gemeinden hatten in einem ersten Schritt vereinbart, noch offene Kompensationsmaßnahmen bis ins Jahr 2011 aufzuarbeiten. Die Ergebnisse werden Ende März im BürgerGIS veröffentlicht, teilte die Kreisverwaltung mit.

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