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Neues Naturschutzprojekt gestartet: Vielfalt in Geest und Moor – Landschaft im Wandel der Zeiten im Hotspot 23

Neues Naturschutzprojekt gestartet: Vielfalt in Geest und Moor – Landschaft im Wandel der Zeiten im Hotspot 23

Die Landräte Herr Winkel (Landkreis Vechta), Herr Burgdorf (Landkreis Emsland), Herr Wimberg (Landkreis Cloppenburg) und Herr Harings (Landkreis Oldenburg) sowie Prof. Fartmann von der Universität Osnabrück bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Vereinbarung. Foto: S. Rühl

Neues Naturschutzprojekt gestartet: vier Landkreise in Niedersachsen setzen sich gemeinsam mit der Universität Osnabrück für mehr Vielfalt in Geest und Moor ein.

Das Verbundprojekt „Vielfalt in Geest und Moor – Landschaft im Wandel der Zeiten im Hotspot 23“ ist gestartet! Gefördert wird das sechsjährige Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie dem Land Niedersachsen aus dem Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Das Gesamtbudget des Projektes liegt bei knapp fünf Millionen Euro.

Die vier Landkreise Emsland, Cloppenburg, Vechta und Oldenburg werdene ine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen umsetzen: Renaturierungen von Fließgewässern und Mooren, Pflegemaßnahmen für Heideflächen, die Anlage von Wallhecken und verschiedene Beweidungsprojekte, z. B. in ehemaligen Sandabbaugruben sind Schwerpunkte der rund 20 Maßnahmen. Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen, wird die Universität Osnabrück als weiterer Projektpartner die wissenschaftliche und soziökonomische Evaluataion übernehmen. as Projektgebiet befindet sich im Hotspot 23, einem der 30 bundesweit ausgewiesenen Regionen Deutschlands, die sich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt charakteristischer Arten, Populationen und Lebensräume auszeichnet.

Ziel des Projektes ist es, Bewusstsein für den Wert der regionalen biologischen Vielfalt zu schaffen, die Vielfalt der Landschaften, Lebensräume, Arten und genetische Vielfalt zu erhalten, zu fördern, zu vermitteln und erlebbar zu machen.Alle Maßnahmen werden mit intensiven Beteiligungsprozessen und Öffentlichkeitsarbeit begleitet, es wird viele Veranstaltungen, Führungen und Umweltbildungsmaßnahmen für Schulkassen geben. Ein Maßnahmenschwerpunkt ist auch die Anlage von Lehrpfaden, als Verbindung in den Mooren Esterweger Dose bis Leegmoor z. B. und entlang der Lethe. Vogelbeobachtungsstationen sind für das Vehnemoor und die Thülsfelder Talsperre geplant. Da es sich bei den besonderen Flächen im Hotspot „Hunte-Leda-Moorniederung, Delmenhorster Geest und Hümmling vielfach um extreme Standorte handelt, die nur noch als Fragmente oder Relikte in unserer Landschaft vorkommen, sind die Maßnahmen für den Erhalt der Biodiversität von essentieller Bedeutung. Dies hängt mit der veränderten, intensivierten Landnutzung, Entwässerung, den hohen Nährstoffeinträgen über Boden und Luft, der Zerschneidung, der Landschaft und der Aufgabe traditioneller Bewirtschaftungsformen zusammen: Charakteristische Landschaften wie Heiden hängen vom stetigen Austrag von Nährstoffen ab, der wird zum Beispiel durch eine Beweidung mit Schafen erreicht. Für die Moorlebensräume ist der Wasserhaushalt der entscheidende und in der Regulation sehr anspruchsvolle Faktor. Die Vernetzung von Lebensräumen, der Biotopverbund, wird im Projekt besonders durch die Fließgewässerrenauturierung, die Anlage von Hecken und Blühstreifen gefördert: So entstehen Korridore, welche die Verbreitung der Arten und die Wiederbesiedelung von Lebensräumen ermöglichen. Als Botschafter für die einzelnen Lebensräume wurden Leitarten oder Leitbilder gewählt, die das Ziel der Maßnahmen versinnbildlichen. Zur Information über Fortschritte bei den Maßnahmen, anstehende Veranstaltungen oder Führungen, wird bald eine Webseite zu Verfügung stehen.

Link zur Projektinfo: https://biologischevielfalt.bfn.de/bundesprogramm/projekte/p rojektbeschreibungen/hotspot-23.html

Presseinfo: Landkreis Oldenburg

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