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"Nein" zu Gewalt gegen Frauen

Über den internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der 1999 von der UNO ausgerufen und jährlich am 25. November begangen wird, informierten vor kurzem das Kinder- und Frauenschutzhaus des SkF Vechta, die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt BISS, die Polizeiinspektion Vechta/Cloppenburg und die Gleichstellungsbeauftragten aus den Kommunen des Landkreises mit einem Aktionsstand über Zahlen zu  Gewalt gegen Frauen und Kinder sowie über Hilfsangebote im Landkreis Vechta.

Bei warmen Getränken und einem Quiz konnten Passanten Einschätzungen zum Vorkommen von häuslicher Gewalt hier in der Region abgeben: So tippten 48 Prozent  richtig, dass jede dritte Frau in ihrem Leben von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen ist. Auf eine Dunkelziffer von 2.000 Fällen häuslicher Gewalt, die im Oldenburger Münsterland nie angezeigt werden, tippte fast die Hälfte aller Befragten, Studien zufolge sind es aber bei 400 Anzeigen jedoch sogar über 3.000 Fälle. Auch die jährlichen Folgekosten von häuslicher Gewalt schätzten 42 Prozent der Personen mit 700 Millionen als wesentlich zu  niedrig ein: Eine erste deutschlandweite Studie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus zu Gewalt gegen Frauen in (Ex-) Partnerschaften beziffert jährliche Kosten auf 3,8 Milliarden Euro. Ein weitere Zahl überrasche die Passanten: 98 Frauen und Kinder fanden in 2017 Zuflucht im Frauenhaus Vechta.

Außerdem wurden an diesem Tag Unterschriften für die Petition „U-Untersuchungen – unbedingt Pflicht!“ gesammelt, die verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen bis zum 18. Lebensjahr, Fortbildungen für Kinderärzte und eine einheitliche Evaluierung aller U-Untersuchungen fordert. Diese Petition kann noch bis zum 15.09.2019 auf der Internetseite der Organisation „TERRE DES FEMMES“ mitgezeichnet werden.

Hilfen bei häuslicher Gewalt gibt es im Landkreis Vechta unter anderem bei der BISS unter Telefon: 04471/930830, beim Frauen- und Kinderschutzhaus unter Telefon: 04441/83838 und beim bundesweiten Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter Telefon: 08000/116 016.

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