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Landkreise Cloppenburg und Vechta bringen Gründungsoffensive START:PUNKT für das Oldenburger Münsterland auf den Weg

Landkreise Cloppenburg und Vechta bringen Gründungsoffensive START:PUNKT für das Oldenburger Münsterland auf den Weg

Wollen mit vereinten Kräften Gründer unterstützen: Universitätspräsident Professor Burghart Schmidt, Bürgermeister Kristian Kater, Landrat Johann Wimberg und Landrat Herbert Winkel vor dem neuen START:PUNKT in der Großen Straße 97 in Vechta. | Foto: Steinkamp

Mit zwei neuen Gründerzentren im Emsteker ecopark und in Vechta haben die Landkreise Cloppenburg und Vechta die neue Gründungsoffensive START:PUNKT OM ausgerufen. Die beiden so genannten START:PUNKTE werden vom Start-up Service der Universität Vechta „TrENDi“ (Transformation durch Entrepreneurship, Nachhaltigkeit und Digitalisierung) unter der wissenschaftlichen Leitung von Professorin Jantje Halberstadt und Professor Christoph Schank betreut und dienen als Anlaufstelle für Gründungsinteressierte – wegen der Corona-Pandemie zunächst nur auf digitalem Weg. Die Universität gehört gemeinsam mit der Stadt Vechta und dem ecopark zu den ersten Partnern der Gründungsoffensive. „Die Initiative ist ein offenes Projekt, unter dessen Dach wir alle Akteure aus dem Bereich Existenzgründung und Start-up im Oldenburger Münsterland zusammenbringen wollen“, erklärt Landrat Herbert Winkel die Hintergründe des ambitionierten Vorhabens. So können künftig weitere START:PUNKTE hinzukommen, um das Profil der Landkreise Cloppenburg und Vechta als Existenzgründerregion weiter zu schärfen. Winkel zeigte sich erfreut, dass die Universität ihre Kompetenzen für die beiden Gründungszentren einbringt. An beiden Standorten wird in den kommenden Monaten ein umfangreiches Angebot entwickelt - beispielsweise Workshops, Coachings, Praxisvorträge, Gründungsberatungen, aber auch Veranstaltungen mit Kunst- und Filmbezügen.

Dennoch, so bekräftigen die Initiatoren, werde es nicht ausschließlich um akademische Gründungen gehen. „Unsere Anlaufstellen sollen auch weiterhin für alle offen sein, die gründen wollen – unabhängig davon, ob sie direkt von der Universität kommen, gerade ihr Ausbildung abgeschlossen haben oder bereits seit Jahren mitten im Berufsleben stehen“, betont Johann Wimberg, Landrat des Kreises Cloppenburg, und verweist auf das Durchschnittsalter von Gründerinnen und Gründern in Deutschland. Das liegt bei 36,1 Jahren. Wer plant, sich mit einer eigenen Unternehmensidee selbstständig zu machen, wird in den beiden START:PUNKTEN auf kompetente Beraterinnen und Berater treffen, die etwa über passende Finanzierungs- und Förderprogramme informieren können. Wimberg macht deutlich, dass bereits vorhandene Strukturen, wie beispielsweise das Gründerbüro und der Gründerhof in Cloppenburg ausdrücklich mit eingebunden werden sollen. „Wir wollen auch bereits vorhandene Angebote vernetzten, ergänzen und besser sichtbar werden lassen“, so Wimberg weiter.  Das Oldenburger Münsterland müsse sich im Wettbewerb mit anderen Regionen als gut aufgestellte Gründungslandschaft positionieren, erklärte der Cloppenburger Landrat.

Aus Sicht von Universitätspräsident Professor Burghart Schmidt ist die Gründungsoffensive eine große Chance, die Aktivitäten des TrENDi-Teams im Oldenburger Münsterland weiter zu vernetzten. Die Universität engagiere sich mit einem kompetenten Team und erheblichen finanziellen Mitteln für eine erfolgreiche Gründungskultur im Oldenburger Münsterland. Insbesondere vor dem Hintergrund sich abzeichnender Transformationsprozesse in vielen Wirtschaftszweigen sei dieses für die Zukunft unserer Region von großer Bedeutung. Der Universität steht über das EXIST-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums in den nächsten vier Jahren eine Förderung von rund einer Million Euro zur Verfügung. Damit sollen die Gründungskultur an der Hochschule gestärkt und auch darüber hinaus Rahmenbedingungen für innovative und wachstumsstarke Start-ups geschaffen werden.

Während der START:PUNKT im ecopark im „Zentrum Zukunft“ zu finden sein wird, ist der Vechtaer START:PUNKT zunächst in der Großen Straße 97 über der Parfümerie Schuback, untergebracht. Ende des Jahres soll das Gründungsberatungsteam freie Räumlichkeiten in der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO) beziehen. Dort führt die Stadt derzeit noch Renovierungsarbeiten durch. Bürgermeister Kristian Kater ist überzeugt, dass die Kreisstadt ein hervorragender Standort für einen START:PUNKT ist: „Mit der Universität, der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik, der städtischen und der Landkreis-Wirtschaftsförderung sowie vielen erfahrenen, erfolgreichen Unternehmern und Bankhäusern bietet Vechta direkt hier in der Stadt, alles, was Gründer für den Start benötigen. Kurze Wege, gute Infrastruktur, kompetente Beratung: Vechta ist eine Top-Adresse für Gründer.“

Für Jan Kreienborg, Geschäftsführer des Verbunds Oldenburger Münsterland, geht es bei der Initiative in erster Linie darum, „helle Köpfe, frische Impulse und innovative Ideen zu finden, mit denen wir die Region weiterentwickeln und ihre Attraktivität erhöhen können“. Studien belegen, dass Gründungen nicht nur in den großen Metropolen ein Thema sind. Vielmehr stehen sie auch im eher ländlich geprägten Raum längst auf der Tagesordnung. Sie werden hier gern gesehen, weil sie deutlich machen, dass man es gewohnt ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und voranzutreiben. Insbesondere das Oldenburger Münsterland kann darüber hinaus auf eine lange Tradition an erfolgreichen Gründungen zurückblicken. In Niedersachsen gehören die Landkreise zu den Regionen mit den höchsten Firmengründungszahlen. Eine ganze Reihe von Unternehmen, die hier einst klein begannen, haben sich über die Jahre zu Marktführern entwickelt. Und viele Firmenlenker stehen der heutigen Gründergeneration mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how unterstützend zur Seite.

Die Landkreise Cloppenburg und Vechta fördern Existenzgründungen von Unternehmen bereits seit 2005 mit einem Budget von rund 1 Million Euro im Jahr. Pro Landkreis werden jährlich rund 40 Gründungen finanziell unterstützt. Dazu gehört auch die versierte Beratung der Gründerinnen und Gründer über die Wirtschaftsförderungen der Landkreise, unterstützt durch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden und in Partnerschaft mit Unternehmen, Kammern, Arbeitsagentur, Steuerberatern und Banken.

Nähere Informationen über die Initiative START:PUNKT OM gibt es auf www.om-startpunkt.de.

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