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Landkreis Vechta erweitert Angebot für Booster-Impfungen / Impfkampagne nimmt an Fahrt auf

Landkreis Vechta erweitert Angebot für Booster-Impfungen / Impfkampagne nimmt an Fahrt auf

Ließ sich im Beisein von Landrat Tobias Gerdesmeyer (links) und Erstem Kreisrat Hartmut Heinen in der Vechtaer Narrenburg boostern: Tim Abrahams wird von Kathrin Tölke vom mobilen Impfteam gepikst. Foto: OV/Berg

Seit Oktober 2021 sind die mobilen Impfteams des Landkreises Vechta im Kreisgebiet unterwegs und haben bereits über 10.000 Impfungen verabreicht, darunter 8.000 Booster- und 2.000 Erstimpfungen. Bislang durften laut Einsatzauftrag des Landes Niedersachsen vorrangig vulnerable Gruppen eine Booster-Impfung erhalten. Ab sofort ist dies jedoch auch für weitere Gruppen möglich. 

„Die Priorisierung vulnerabler Personen war anfangs absolut richtig, weil bei ihnen die Gefahr für schwere Verläufe am größten ist. Jetzt können wir sagen: Jeder ab 18 Jahren kann bei unseren mobilen Impfteams die Booster-Impfungen bekommen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Abstand zur zweiten Impfung mindestens sechs Monate beträgt“, erklärt Landrat Tobias Gerdesmeyer.  Eine Ausnahme gibt es bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Hier kann bereits eine Booster-Impfung nach vier Wochen erfolgen.

Personen unter 30 Jahren erhalten den Impfstoff von Biontech, alle Personen ab 30 Jahren erhalten den Impfstoff von Moderna. „Beides sind sehr gute und gleichwertige Impfstoffe“, ist Gerdesmeyer überzeugt. „Bei einer Booster-Impfung mit dem Impfstoff von Moderna liegt die Wirksamkeit bei 93 Prozent und damit sogar etwas höher, als es bei einer Booster-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech der Fall ist. Hier gibt es auch eine hohe Wirksamkeit von rund 91 Prozent.“ Neben den Booster-Impfungen führen die Mobilen Impfteams auch nach wie vor  Erst- und dazugehörige Zweitimpfungen ab 12 Jahren an.

Der Landkreis Vechta kann das Impfangebot auch deswegen ausweiten, weil er sein Impfpersonal inzwischen deutlich aufgestockt hat. „Seit Anfang dieser Woche können wir mit vier mobilen Impfteams in Volllast fahren. Schon in der letzten Woche haben wir rund 2.500 Impfungen verabreicht. Und über das neue Online-Buchungsportal sind bis Weihnachten bereits über 9.000 weitere Impftermine gebucht“, so der Landrat. Der Landkreis könne nach wie vor Unterstützung für die Impfteams gebrauchen. Besonders impfbefähigte Personen würden gesucht.

Ein limitierender Faktor sei der nur begrenzt verfügbare Impfstoff, wie Gerdesmeyer feststellt. „Wir können nur so viele Termine vergeben wie Impfstoff verfügbar ist. Hier zeigt sich der Vorteil unseres Terminbuchungsportals. Wer einen Termin bekommt, wird garantiert geimpft.“ Das unterscheide das System im Landkreis Vechta von Impfangeboten ohne Termin. Bei Letzteren könne es vorkommen, dass am Ende des Tages der Impfstoff verbraucht sei, aber noch Impfwillige in der Warteschlange stünden. „Wir müssen niemanden wegschicken.“ Wer seinen Termin nicht wahrnehme, solle ihn unbedingt stornieren. Das sei über das Online-Portal mit wenigen Klicks möglich.

Mit Blick auf die Zukunft sagte Gerdesmeyer, es sei möglich, dass die Aufgabe der Corona-Impfung weiter bei den Landkreisen verbleibe. Dies gelte vor allen angesichts möglicher neuer Virusvarianten, auf die mit angepassten Impfstoffen reagiert werden müsse. Der öffentliche Gesundheitsdienst der Kreisverwaltung würde so dauerhaft zur dritten Säule neben den Haus- und Betriebsärzten. Dass das Land den Einsatzauftrag für die mobilen Impfteams bis Ende 2022 verlängert habe, schaffe erstmal Planungssicherheit. 

Termine sowohl für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen können über das Terminportal, welches unter www.landkreis-vechta.de zu finden ist gebucht werden. Alternativ besteht nach wie vor die Möglichkeit sich auch über den Hausarzt und die Betriebsärzte impfen zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema „Corona“ stehen ebenfalls auf der Homepage des Landkreises Vechta zur Verfügung.

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