/user_upload/Kopfbild-v.jpg

Hebammenzentrale im Landkreis nimmt Arbeit auf

Hebammenzentrale im Landkreis nimmt Arbeit auf

Landrat Tobias Gerdesmeyer, Koordinatorin der Hebammenzentrale Janina Sieveke, Leiterin des Gesundheitsamtes Sandra Guhe und der Erste Kreisrat Hartmut Heinen.Foto: Landkreis Vechta/Steinkamp

Der Landkreis Vechta baut seine Unterstützungsangebote für schwangere Frauen und junge Mütter mit einer eigenen Hebammenzentrale aus. Die Koordination übernimmt Janina Sieveke, die von Landrat Tobias Gerdesmeyer, Erstem Kreisrat Hartmut Heinen und Gesundheitsamtsleiterin Sandra Guhe als neue Mitarbeiterin begrüßt wurde. Frau Sieveke arbeitet selbst als Hebamme und hat einen Masterabschluss in Management im Gesundheitswesen. Sie hat vorher die Hebammenausbildung an der Hebammenschule am Klinikum Oldenburg sowie den Aufbau des Hebammenstudiengangs an der Jade Hochschule Oldenburg Wilhelmshaven Elsfleth mitgestaltet.

Mit der Hebammenzentrale reagiert die Kreisverwaltung auf den zunehmenden Hebammenmangel, der auch im Landkreis Vechta spürbar wird - besonders in der Schwangeren- und Wochenbettbetreuung. Laut dem Sozialgesetzbuch hat jede Frau vor, während und nach der Geburt Anspruch auf Hebammenhilfe. Die Koordinationsstelle soll dabei helfen, dass Hebammen und Schwangere sowie Mütter unkompliziert zusammenfinden. Dafür wird aktuell eine Hebammen-WebApp entwickelt, die die Hebammensuche im Landkreis erleichtert und zukünftig auch mehrsprachige Informationen der Angebote für Frauen mit Migrationshintergrund umfassen wird. Weiterhin bietet die Hebammen-WebApp die Möglichkeit auch kurzfristige Hebammenverfügbarkeiten für die Frauen und Familien sichtbar zu machen.

Überdies hat die Hebammenzentrale telefonische Sprechzeiten. Frauen, Hebammen und andere Netzwerkpartnerinnen und -partner können bei Bedarf im Gespräch Informationen und gegebenenfalls Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. Auch die engere Vernetzung der Hebammen untereinander soll mit der Hebammenzentrale gestärkt werden, etwa um den Austausch zu verbessern.

„Schwangerschaft und Geburt gehören zu den intensivsten Lebensphasen von Frauen. Umso wichtiger ist es, dass sie in dieser Zeit neben der ärztlichen Betreuung bestmöglich durch Hebammen unterstützt werden. Mit der Hebammenzentrale schaffen wir eine wichtige Schnittstelle, um dies zu gewährleisten. Durch die Hebammenzentrale als Netzwerkpartner gewinnt der Landkreis auch als Arbeitsort für Hebammen an Attraktivität“, so Landrat Tobias Gerdesmeyer.

Im Jahr 2021 waren 44 Hebammen im Landkreis Vechta tätig. Von diesen arbeiten 20 sowohl freiberuflich als auch als Beleghebammen im Krankenhaus. 14 Frauen arbeiten nur freiberuflich in der Schwangeren- und Wochenbettbetreuung und zehn Hebammen sind ausschließlich als Beleghebammen tätig. Einige der Hebammen sind auch in anderen Landkreisen tätig oder arbeiten nur in Teilzeit.

Die Hebammenzentrale ist organisatorisch an das Gesundheitsamt angegliedert, da im Kinder- und Jugendärztlichen Dienst bereits langjährige Kontakte zu den Hebammen im Landkreis bestehen. Sie ist unter 04441-898-2204 zu den folgenden Sprechzeiten erreichbar: Mo., Mi. + Do. von 8.30 bis 10.30 Uhr sowie Di. von 13.00 bis 16.00 Uhr.

zurück zur Übersicht


 
Facebook Instagram