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Handwerk hat goldenen Boden – die Schüler wissen es nur noch nicht

Handwerk hat goldenen Boden – die Schüler wissen es nur noch nicht

KURSiV on Tour macht Station beim Handwerk (von links): Christoph Merschhemke (Institut Unternehmen und Schule), Thomas Brinkhus (Dachdeckermeister, Brinkhus Bedachungen, Bakum), Sandra Sommer (stellv. Geschäftsführerin, Kreishandwerkerschaft Vechta), Johanna Hollah (Projektleitung KURSiV, Landkreis Vechta), Markus Nacke (Geschäftsführer, Kreishandwerkerschaft Vechta), Matthias Grau (Direktorstellvertreter, Geschwister-Scholl-Oberschule Vechta).Foto: Anna Niemann (Kreishandwerkerschaft Vechta)

Über 30 Vertreter von Handwerksbetrieben und Schulen aus dem Landkreis Vechta trafen sich beim zweiten Branchentreffen, zudem die Wirtschaftsförderung des Landkreises Vechta unter dem Titel „KURSiV on Tour - Willkommen beim Handwerk“ gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Vechta eingeladen hatte.

Trotz der vielfältigen Kontakte, die bereits zwischen Unternehmen und Schulen bestehen, waren sich alle Teilnehmer einig -  mehr Zusammenarbeit soll es geben. „Ich muss wissen wie die andere Seite tickt, damit ich mich auf sie einstellen kann“, brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt. Genau daran setzt auch die Veranstaltung an. „Unser Ziel ist es, unseren KURSiV-Lernpartnern einerseits die Strukturen der jeweils anderen Seite näher zu bringen. Andererseits sollen die Teilnehmer durch den Austausch mit Kollegen und Lernpartnern von Erfolgen profitieren, aus den Erfahrungen der anderen lernen, Herausforderungen erkennen und neue Impulse für die eigene Zusammenarbeit mitnehmen“, motivierte Johanna Hollah, KURSiV-Ansprechpartnerin beim Landkreis Vechta, die Teilnehmer zu einem kritischen Dialog.

Sodann berichtete Sandra Sommer, stellvertretende Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft über die aktuelle Fachkräftesituation im Handwerk und stellte die vielfältigen Aufstiegschancen dar, die sich für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Handwerk bieten. „Das Handwerk bietet ausgezeichnete Aufstiegsperspektiven für motivierte Schülerinnen und Schüler. Die schulischen Anforderungen in der Ausbildung steigen, aber die Wege sind sehr durchlässig. Auch mit einem Hauptschulabschluss ist es möglich nach der Ausbildung  einen Meister zu machen, zu studieren und Karriere im Handwerk zu machen“, warb sie für das Handwerk.

Im Gegenzug erläuterte Matthias Grau, Direktorstellvertreter der Geschwister-Scholl-Oberschule, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die praktische Umsetzung der Berufsorientierung im Schulalltag, sodass auch dieser Bereich für die Unternehmen greifbar wurde. „Kompetenzfeststellung, Betriebspraktika, Unternehmensbesuche, Besuch von Ausbildungsmessen und die Einbindung von Firmen in den Unterricht, sind nur ein Auszug dessen, was wir hier im Rahmen der Berufsorientierung machen“, erläuterte Grau im Rahmen seines Vortrages die Inhalte der schulischen Berufsorientierung. „Gute Erfahrungen haben wir damit gemacht, die Zusammenarbeit mit den Betrieben auch im schulinternen Lehrplan zu verankern. So können sich Routinen entwickeln und ,normaler‘ Unterricht durch praktische Elemente bereichert werden“, ergänzte er. Dies ist auch im Sinne der Landkreis-Initiative KURSiV. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Impuls von Dachdeckermeister Thomas Brinkhus aus Bakum. Er schaffte es die Faszination und Vielfalt des Dachdeckerberufs für die Teilnehmer greifbar zu machen.

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