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„Fluchtpunkt Sucht“ - Anderes Land, neue Herausforderungen

„Fluchtpunkt Sucht“ - Anderes Land, neue Herausforderungen

Der Zusammenhang zwischen einer Traumatisierung und einer Suchterkrankung ist lange bekannt. Die Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten zeigt, dass die besonders belastende Lebenssituation dieser Menschen auch eine Suchterkrankung fördern kann. Um Wege aus der Sucht bei Geflüchteten aufzuzeigen, lädt der Landkreis Vechta in Kooperation mit dem Polizeikommissariat Vechta, dem katholischen Verein für Soziale Dienste Vechta (SKM) und der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche zur Veranstaltung  „Fluchtpunkt Sucht“ am 22. Oktober 2019 ab 14 Uhr ins Kreishaus Vechta ein. Die Veranstaltung richtet sich an Hauptamtliche und Ehrenamtliche, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind.

„Nach der Flucht ist das Erlebte für viele Betroffene nur schwer zu verarbeiten“, erklärt Marius Ewest, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte beim Landkreis Vechta. „Traumatische Erlebnisse in der Heimat und auf der Flucht müssen bewältigt werden, ebenso der Verlust von Familie, Freunden und allem Vertrauten sowie eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land mit einer fremden Sprache und Kultur.“

Der Diplom-Psychologe und gebürtige Iraner Resa Deilami, der 1994 selbst als Geflüchteter nach Deutschland kam, wird über verschiedene Aspekte zum Thema referieren: Welches Suchtverständnis und Suchtverhalten gibt es in den Herkunftsländern der Geflüchteten? Was kann zum aktuellen Stand der Suchtproblematik bei Geflüchteten in Deutschland gesagt werden? Wie finden Zugewanderte den Weg in unsere Hilfesysteme?
Diese und weitere Fragen sollen im und nach dem Vortrag mit ihm diskutiert werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Anzahl der Plätze ist jedoch begrenzt. Anmeldungen zur Veranstaltung sind bis zum 16. September 2019 bei Marius Ewest per Telefon unter 04441/898-2047 oder per Mail unter 2047@landkreis-vechta.de möglich.

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